Wozu also das ganze?!

Wozu also das ganze?!

Ein Sprachblog? Wozu denn bitte?
Ganz einfach: Sprachen sind wahnsinnig faszinierend! Auf der einen Seite ein hochkomplexes System aus Zeichen und Regeln, auf der anderen Seite das natürlichste der Welt. Jeder spricht zumindest eine Sprache und verwendet sie täglich, ohne darüber nachdenken zu müssen, welchen Fall dieses oder jenes Verb verlangt, welche Regeln der Pluralmarkierung greifen oder ob Pronomen realisiert werden müssen. Wir sprechen einfach drauf los und können selbst die kompliziertesten Gedanken in Worte fassen. Ganz anders sieht es dann aber wieder aus, wenn wir versuchen, eine Fremdsprache zu lernen. Bewaffnet mit Stift und Papier, Wörterbuch und dickem Grammatikschmöker versuchen wir uns einen Weg durch einen Dschungel aus Vokabeln, neuen Lauten und befremdlichen Grammatikregeln zu bahnen und es kommt nicht selten vor, das manch einer verzweifelt die weiße Fahne schwingt und aufgibt.

Ich glaube die meisten von uns kennen das Gefühl aus dem Schulunterricht.  Mir selbst ging es auch Ewigkeiten so: Sprachenlernen war manchmal eine unangenehme Zeitverschwendung, manchmal eine richtige Qual und wenn „Deutsch“ oder „Englisch“ am Stundenplan stand, machte es mir das Aufstehen in der Früh gleich noch ein bisschen schwerer und ich fragte mich: „Wozu das ganze eigentlich?“

Irgendwann aber begann sich meine Einstellung zum Sprachenlernen allmählich zu ändern. Zuerst zu einem „okay, so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht“ über ein „hey, cool, ich verstehe ja, was die dort reden“ zu einem „mal schauen, welche Sprachkurse sich dieses Semester ausgehen“. Wie es dazu kam, ist eine lange Geschichte mit vielen Einflussfaktoren und ich werde versuchen, sie alle in verschiedenen Blogeinträgen darzulegen. Drei grundlegende Dinge möchte ich aber vorab schonmal skizzieren: die richtige Motivation; keine Angst davor zu haben, ins kalte Wasser zu springen; und das innere Kind wieder aufleben zu lassen.

Back to Top